DIE STILLE (R)EVOLUTION

Wenn man das Weltgeschehen aufmerksam betrachtet, erkennt man ein überholtes System, das verzweifelt versucht, sein Ende aufzuhalten - und dabei bereit ist, alles ins Chaos zu stürzen um nicht vom Neuen abgelöst zu werden.

 Doch dieses Neue ist kein einzelner politischer Gegner, keine neue Wirtschaftsmacht, kein Massenprotest, ja nicht einmal ein System im eigentlichen Sinn. Dieses Neue, das bist du, das bin ich, das sind wir alle, die mit dem Leben wachsen und aus dem Schmerz, aus unbewussten Mustern heraus in ein reflektiertes und verbundenes Leben finden.

 Dieses Neue sucht nicht den Kampf mit dem Alten, denn wir spielen ganz einfach nicht das selbe Spiel. Wir spielen, genau genommen, gar kein Spiel. Wir steigen aus den Spielen von Macht, Kampf und Ignoranz aus, die die Welt viel zu lange gespielt hat, und werden echt.

 Und wie tun wir das? Indem wir uns berühren lassen. Berühren von der Welt und uns selbst. Indem wir ehrlich werden mit unseren Gefühlen, ehrlich mit dem, was uns tief innen bewegt, und indem wir bereit sind, auch Unangenehmes in uns selbst und in der Welt zu sehen und zu spüren - und endlich ruhig damit zu werden.

 Die Prozesse, durch die wir dabei gehen, passieren leise. Wir schreien sie nicht in die Welt und versuchen nicht, andere davon zu überzeugen, dass wir recht haben. Wir erkennen, dass der grösste Beitrag, den wir zur Veränderung der Welt geben können, unsere eigene Veränderung ist. Wir erkennen, dass nur echte Veränderung in unserer Tiefe unser Denken, Fühlen und Handeln so verändern kann, dass wir nicht mehr im „alten Spiel“ spielen, sondern das Neue verkörpern.

 Wir werden dabei nicht überheblich, denken nicht, dass wir besser wären als andere - sondern kommen auf Augenhöhe. Werden mitfühlend. Dankbar dafür, dass wir diesen Weg ins echte Fühlen gefunden haben, und offen dafür, andere dabei zu begleiten, wenn sie bereit dazu sind.

 Wir sehen keinen Kampf zwischen dem Alten und dem Neuen, weil wir tief in uns verstehen, dass wir nur gemeinsam in dieses Neue hineinwachsen können. Dass es nicht darum geht, wer recht hatte und wer nicht, sondern darum, dass sich Verbundenheit, Liebe und die Courage zur wirklichen Berührung mit allem wie ein Lauffeuer ausbreiten dürfen.

 Wir brauchen nicht zu drängen, zu manipulieren oder zu konspirieren. Denn wir folgen der natürlichen Bewegung des Lebens. Gehen mit mit den Prozessen, die sich von innen heraus öffnen - und werden dadurch Teil einer kollektiven Bewegung, nicht von Menschen allein, sondern von der lebendigen Welt als Ganzes. 

 Werden Teil der stillen (R)evolution.

 Und selbst wenn wir uns immer wieder dem globalen Ausmass von dem bewusst werden, was wir hier tun, ist unsere tägliche Arbeit in dieser stillen (R)evolution doch erst einmal sehr schlicht und auf uns und unser engstes Umfeld bezogen. Im Erkennen und Einlassen auf den Prozess, der mit uns geschehen möchte. Im Berühren und Verarbeiten unserer Prägungen und Traumata und der Gefühle, die damit einhergehen.

 Bist du bereit, als Teil der stillen (R)evolution die Welt zu verändern?

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